Die Stadt Köln

Die Stadt Köln ist die größte Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen und mit über einer Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt in der Bundesrepublik Deutschland. Köln liegt direkt, mit seinen insgesamt 1.233 km Länge, am sechst längsten Strom Europas dem Rhein, der seine Ursprung in den Alpen in der Schweiz hat. Das Ende des Rheins mündet in die Nordsee.

Das Stadtwappen  ist in den Farben Rot und Weiß der Deutschen Hanse gehalten, im obern Roten Bereich sind balkenweise drei goldene dreiblättrige Kronen abgebildet. Seit dem 12. Jahrhundert sind die drei Kronen das Hoheitszeichen der Stadt Köln. Des Weiteren erinnern die drei Kronen an die Reliquien der Heiligen Drei Könige im Jahre 1164 die als Geschenk des Kaisers Friedrich I. Barbarossa nach Köln gebracht wurden. Im unteren Bereich der einen Weißen Grund hat, sind 11 schwarze Tränen (umgangssprachlich in Köln, auch Tropfen oder Flammen) in der Formation 5-4-2 sind seit dem 16. Jahrhundert abgebildet. Diese sollen an die Heilige Ursula erinnern.  Die Legende um die Heilige Ursula besagt, dass diese auf der Rückreise nach Rom, mit Ihren 10 Jungfrauen von den Hunnen, unter dem Anführer Attila, bei Köln ermordet wurde. Die über die Jahre gefundenen Gebeine wurden in den römischen Grabmälern der 11 Jungfrauen beerdigt. So entstand in Köln das größte Gebeinehaus in Deutschland.

Aufgrund von Siedlungsfunden ist belegt, dass sich die ersten Menschen um 4.500 v. Chr. Sich im Kölner Stadtgebiet nieder ließen. Damals erstreckte sich über das heute Stadtgebiet Köln der Ackerbau.  Während des römischen Reiches um 55 v. Chr. Hatte Caesar die Herrschaft über Köln bis zum Rhein. Im Jahre 38 v. Chr. wurde das Oppidum Ubiorum, die erste städtische Siedlung erbaut. Die Stadt war ab 19 v. Chri. Die Hauptstadt der Ubier. Um 16 n. Chr. wurde die Agrippina die Jüngere, die später Gattin des römischen Kaisers Claudius und Mutter des Nero im Oppidum Ubiorum geboren. Durch den Einfluss von Agrippina wurde aus dem Oppidum Ubiorum die Colonia Claudia Ara Agrippiensium. Der heutige Stadtname Köln leitet sich von der Bezeichnung Colonia ab. Im Jahre 50 n. Chr. erhielt die Colonia Claudia Ara Agrippinenesium das römische Stadtrecht zu gesprochen. Somit wurde das heutige Köln erstmal zur Stadt ausgerufen. Zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert wurde die Stadt mit dem Bau der Stadtmauern geschlossen. Im Jahre 310 veranlasste der Kaiser Konstantin den Bau des Castellum Divitia (Kastell Deutz) sowie den Bau der ersten Rheinbrücke die damals aus einer Holzkonstruktion bestand. Im Jahre 355 wurde die erste Kirche erbaut. Ein genauer Standort konnte jedoch nicht festgestellt werden.

Im 5. Jahrhundert begann die Frankenherrschaft in Köln die bis zur karolingischen Herrschaft um 753 bestand hatte. Nachdem karolingischen Reich folgte im Hochmittelalter die Ottonische, Salische und die Staufische Zeit in der die Stadt Köln sich weiter vergrößerte und wuchs. Das Kölner Stadtsiegel ist im Jahre 1149 erstmals offiziell belegt. 1150 wurde die Stadt Köln von einem großen Brand sowie von der Pest heimgesucht. Im Jahre 1164 wurden die Gebeine und die Reliquien der Heiligen Drei Könige als Geschenk des Kaisers Friedrich I. Barbarossa nach Köln gebracht. Somit wurde Köln zu einem Pilgerort für Gläubige. Aus dieser Zeit stammt auch die Legende der Heiligen Ursula und Ihrer 11.000 Begleiterinnen. Das größte gesellschaftliche Ereignis im Hochmittelalter war 1235 die Reise der künftigen Kaiserin und englischen Prinzessin Isabella von England, die auf dem Weg zu Ihrer Hochzeit in Worms mit Kaiser Friedrich den II. war. Am 15.08.1248 wurde der Grundstein von Erzbischof Konrad von Hochstaden für den Bau des Kölner Doms in der Stadt gelegt. Der Bau des Kölner Doms, der eigentlich den Namen Hohe Domkirche zu Köln trägt, dauerte bis ins 19. Jahrhundert. Da der Bau immer wieder gestoppt wurde. Im Juli 1254 trat Köln dem Rheinischen Städtebund bei, der bis 1257 bestand hatte.




Hierdurch wurde das Spätmittelalter eröffnet. Am 07.05.1259 wurde der Stadt Köln das Stapelrecht verliehen und so stieg Köln durch die Entwicklung zu der europäischen Wirtschaftsmetropole auf. 1322 zogen die Reliquien der Heiligen Dreikönige in den neuen Kölner Dom um. Am 05.03.1341 wurde im Eidbuch des Kölner Rates erstmals der Karneval offiziell erwähnt. Im Sommer 1349 hielt erneut eine Pestwelle Einzug in die Stadt Köln. 1374 wurde Köln durch das bisher Höchste Hochwasser im Rhein teilweise überschwemmt. Am 21.05.1388 wurde die alte Universität Köln vom römischen Papst Urban VI gegründet. Die feierliche Eröffnung erfolge am 06.01.1389 durch den Gründungsdirektor Hartlevus de Marca der den Lehrbetrieb mit dem Theologieprofessor Gerhard Kikpot von Kalkar aufnahm. Die Patrizierherrschaft wurde 1396 mit einer unblutigen Revolution beendet. Es wurde am 14.09.1396 der Verbundbrief unterzeichnet der eine städtische Verfassung beinhaltete und so die Organisation der Stadt auf die Gaffeln überging. Um 1400 war Köln die größte Stadt des Heiligen Römischen Reiches mit geschätzten 40.000 Einwohnern. Im Kölner Dom fand 1401 die Krönung Ruprechts von der Pfalz zum deutschen König, sowie die Vermählung zwischen Blanca von England und Ludwig dem III. statt.

Köln wurde im 1400 Jahrhundert zur freien Reichsstadt erklärt. Im Jahre 1414 wurde der Rathausturm fertig gestellt und das Archiv, Waffenkammer und Feuerwache zog in das Gebäude ein. Im Jahre 1435 wurde die erste Kölner Bettelordnung erlassen. Diese besagte, dass Gesunde Menschen für Ihren Lebensunterhalt selbst arbeiten mussten oder die Stadt zu verlassen hatten. Gebrechliche durften nicht mehr öffentlich zur Schau gestellt werden. Sowie fremde bzw. auswärtige Bettler durften sich in Köln nicht aufhalten. Am 16.08.1448 wurden die ersten Müllmänner für die Stadtsäuberung eingestellt. Ab 1466 hielt der Buchdruck in Köln Einzug. 1476 bestanden bereits 10 Druckereien in Köln. 1469 wurde die erste Stadtgeschichte Kölns von Heinrich van Beeck verfasst und gedruckt. Im Jahre 1505 entstand das Herzogtum Pfalz-Neuburg.

1513 wurde der Transfixbriefs als Ergänzung zum Verbundbrief 1396 eingeführt in Folge des Bürgeraustandes 1512/13. 1560 wurde begonnen am Rhein zwischen Poll und Deutz das Ufer mit Poller Köpfen zu befestigen. Ab 1577 war Köln mit der europäischen Hauptpostkurs verbunden. So gab es zu erst die Fußbotenpost, danach wurde 1579 die reitende Post eingeführt. Ab dem Jahre 1630 wurde die Hexenverfolgung verboten. 1632 erfolgte die erste wöchentliche Zeitungslieferung in Köln. Kölns Rolle im Dreißigjährigen Krieg war neutral, dadurch wurde die Stadt weder belagert noch geplündert oder zerstört. 1709 wurde von Giovanni Battista Farina die heute älteste Parfümfabrik der Welt gegründet. Nach sieben Jahren erfolgte der Export des Eau de Cologne. Die im Jahre 1734 gegründete Gazette de Cologne war im 18. Jahrhundert die Viert größte und verbreiteste Zeitung Europas. 1794 wurde die Stadt durch die französische Revolution besetzt und der Rat der Stadt wurde aufgelöst. 1795 wurden anstelle der Hausnamen die Hausnummer durch die Franzosen eingeführt.

Ab 1801 wurde Köln in das französische Staatsgebiet eingebunden. 1814 folgte auf die französische Besatzung die Preußische Besatzung und die Rückführung Kölns in das Deutsche Reich. 1816 wurde die Preußisch-Rheinische Dampfschifffahrtsgesellschaft, 1835 die Rheinische Eisenbahngesellschaft gegründet. 1852 wurde aufgrund der Bevölkerungszahl Köln zur Großstadt erklärt. Am 22.07.1860 wurde der Kölner Zoo feierlich eröffnet. Ab 1870 erlebte Köln einen großen industriellen und wirtschaftlichen Aufschwung. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde durch den Bau des äußeren Festungsrings die übervolle Stadt erweitert. 1911 wurde die neue Rheinbrücke die Hohenzollernbrücke eröffnet. Somit erfolgte eine weitere Stadterweiterung mit den rechtsrheinischen Stadtteilen Kölns. Während des ersten Weltkriegs zwischen 1914 bis 1917 hatten die Kölner Einwohner mit Versorgungsproblemen zu kämpfen.




Nach dem ersten Weltkrieg wurde am 18.09.1917 Konrad Adenauer zum ersten Oberbürgermeister Kölns gewählt. Während der Weimarer Republik wurde das Brückengeld abgeschafft. Am 30.11.1924 erhielt der Kölner Dom die größte freischwingende Glocke der Welt. 1926 wurde der Militärflughafen Butezweilerhof eingeweiht und mit dem planmäßigen Flugverkehr begonnen. Sehr schnell wurde der Flughafen zum zweitgrößten der Weimarer Republik. Am 04.01.1933 erfolgte das Treffen Adolf Hitlers mit Franz von Papen die den Sturz der Regierung planten. Nachdem die NSDAP die Kommunalwahlen gewannen, wurde Konrad Adenauer als Oberbürgermeister erlassen. Am 17.05.1933 wurde dann vor den Universitäten die Bücherverbrennung inszeniert. 1935 erhielt die Stadt Köln den Zusatz Hansestadt. Während 1936 die Rheinlandbesetzung (Der Einmarsch von Truppen der Wehrmacht in das entmilitarisierte Köln) statt fand, brannte 1938 ebenfalls in Köln in der Reichsprogromnach die Synagogen.

Am 12.05.1940 wurde Köln erstmals von den Allierten bombadiert. Bis 1945 flogen die Allierten 262 Luftangriffe auf Köln darunter waren auch mehrere Tausend-Bomber-Angriffe. Der erst fand in der Nacht des 31.05.1942 statt. Bis zum Kriegsende waren 95 % der Altstadt Kölns durch die Bombenangriffe zerstört.  Die Wehrmacht sprengte am 06.03.1945 die letzte intakte Brücke (Hohenzollernbrücke) über den Rhein. Am 09.03.1945 wurde die Besetzung durch die Amerikaner in Köln und somit die Militärregierung vollzogen.

Am 04.05.1945 kehrte Konrad Adenauer in das Amt des Oberbürgermeisters in Köln zurück. 1946 wurde durch aufgrund der Britischen Militärregierung die Kölnische Stadtverfassung eingeführt und den die Stadtverwaltung zurück an die Kölnerregierung unter der Aufsicht der Alliertenbesatzung zurück gegeben. 1948 wurde die Hohenzollernbrücke wieder errichtet, sowie die Deutzer Brücke über den Rhein neu erbaut und eröffnet. Am 07.11.1959 weihte Bundeskanzler Konrad Adenauer die neue Severinbrücke ein.  Am 05.09.1977 wurde der Arbeitgeberpräsident Hans Martin Schleyer in der Friedrich-Schmidt-Straße am Stadtwald von der RAF gekidnappt.